Pressemeldungen

Klaus Stuttmann: “Klare Ansage”

Berlin, 17. Dezember 2009

Klaus Stuttmann zeichnet seit über drei Jahrzehnten politische Karikaturen. Renommierte Tages- und Wochenzeitungen in ganz Deutschland veröffentlichen seine Zeichnungen, viele Leser beginnen ihre Zeitungslektüre mit seinem politisch-bissigen, satirischen Bilderkommentar.
Jetzt sind Stuttmanns Karikaturen erstmals in Buchform erhältlich. In dem Bildband „Klare Ansage“ präsentiert der Künstler eine Auswahl seiner Jahresproduktion 2009 (inklusive Dezember): 200 ganzseitige Zeichnungen,viele davon koloriert. Ein Buch mit Witz und Analyse, Politik und Zeichenkunst, Durchblick und klarer Ansage.
Passend zum Buch hat Stuttmann als besonderen Clou das Angela-Merkel-Daumenkino „Das Jahr im Zeitraffer“ gezeichnet. So ergibt sich ein „großer“ und ein „kleiner“ Jahresrückblick, der auf amüsante Art und Weise die Erinnerung an markante Ereignisse und Personen des Superwahljahres 2009 noch einmal zurückbringt.
Die Karikaturen von Klaus Stuttmann reichen längst über die tagesaktuelle Dimension hinaus. Der Künstler hat in den letzten Jahren immer häufiger die begehrtesten Karikaturenpreise des Landes verliehen bekommen.

Buchtipp: Klaus Stuttmann: „Klare Ansage – Politische Karikaturen 2009“ Erschienen im Schaltzeit Verlag Berlin.

ISBN 978-3-941362-04-8. Preis: 17,90 Euro. Erhältlich im Buchhandel, bei Amazon und direkt beim Schaltzeit Verlag.

Außerdem erschienen „Das Jahr im Zeitraffer“ – Das Daumenkino zum Buch in limitierter Auflage Preis: 4,90 €

Ausstellungstipp: Klaus Stuttmanns Karikaturen sind derzeit im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zu betrachten. Zur Finissage am 10.01.2010 hat sich der Künstler zusammen mit dem Stimmenimitator Christian Korten angekündigt. Bei dieser Gelegenheit wird er auch für eine Signierstunde zur Verfügungstehen.


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Andi Leser im Interview mit dem RBB:

Distanzblick auf Eisenhüttenstadt

“Die Stadt lässt mich nicht los”

Eine “Hass-Liebe” verbinde ihn mit seiner Heimatstadt, sagt Andi Leser, Blogger und Autor, der 20 Jahre lang in der “Sta(h)linstadt” gelebt hat. Vor zehn Jahren ist er weggezogen, aber die Stadt lässt ihn nicht los, sagt er.

Ein bis zwei Mal im Monat kommt er wieder her, manchmal öfter. Meistens ist er dabei mit der Kamera unterwegs, hält fest, wie sich die Stadt verändert – und schreibt darüber.

Seit 2006 ist Eisenhüttenstadt Thema seines Blogs, “Logbuch Stahlinstadt a.k.a. Eisenhüttenstadt”. Das Bloggen habe viel mit dieser Hass-Liebe zu tun, sagt Leser. “Was mich an dieser Stadt immer gestört hat, ist dass sie so statisch ist”, erzählt er. Eisenhüttenstadt sei als “geplante” Stadt sehr rechtwinklig, sehr uniform. Den Hass gegen diese Einheitlichkeit bezeichnet er als Teil seiner Motivation, zu bloggen.

Satellitenhüttenstadt ist eine geplante Stadt, am Reißbrett entstanden, auf Anweisung von Ganzoben. Auf dem Reißbrett, also in der Draufsicht, mag sie gleichmäßig und harmonisch erscheinen, doch die Draufsicht ist die Perspektive eines über den Dingen stehenden Gottes. Aus der Innenansicht, also der menschlichen Perspektive, wirkt sie langweilig und ungemütlich. Alles hier steht im rechten Winkel zueinander: Die Straßen, die Häuserblocks, die Rasenflächen vor den Häuserblocks, die Wäscheleinen innerhalb der Rasenflächen und selbst die Fußwege um die Rasenflächen herum. Wenn es viereckig blühende Blumen und kubisch wachsende Bäume geben würde, hätten die Architekten, diese teuflischen Demiurgen, auch diese für Satellitenhüttenstadt verwandt.

Stahlwerk Orange (aus “Hinz- und Kurzgeschichten” von Andi Leser)

“Ich versuche, dieses Rechtwinklige sozusagen mit Querschüssen aufzubrechen.” Einfach mal über den Horizont zu schauen; anders, eben nicht im Rahmen denken, sondern lieber den Rahmen sprengen – nicht ohne Grund verspricht die Unterzeile des Blogtitels “Regionalnachrichten, die sonst keiner bringt”.

Dass er mittlerweile nicht mehr in Eisenhüttenstadt wohnt, empfindet Andi Leser für seine Texte eher als Bereicherung. “Aus der Distanz hat man eine Draußensicht”, sagt er. “Wenn man noch hier wohnt, würden einem viele Dinge vermutlich gar nicht auffallen”. Oder man würde nicht darüber schreiben – zumindest nicht so wie Andi Leser.

Doris Hellpoldt

EisenhüttenstadtInterview_1

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Pressemeldung
Berlin, 31. August 2009

Andi Leser
Hinz- und Kurzgeschichten
Kein Roman

!!PRESSEMELDUNG WEGEN KRISE GESTRICHEN!!

Weitere Informationen sind aus Kostengründen nur online, per Mail oder telefonisch erhältlich.
Pressekontakt:
Andi Hörer – Mail: presse(at)schaltzeit.de – Fon: 0049 30 61289260
Hier gibt es die nicht vorhandene Pressemeldung als PDF zum Download.

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40 Jahre Berliner Geschichte in der Karikatur

Vom Beginn der Studentenbewegung bis zum Einheitsdenkmal – Rainer Hachfelds „Berliner Karikaturen“ als Buch im Schaltzeit Verlag.

Am 9. Juni eröffnete im Potsdamer Landtag die Karikaturen‐Ausstellung von Rainer Hachfeld. Parallel dazu erschien im Schaltzeit Verlag sein neuestes Buch:


Rainer Hachfeld: Ratte, Bär & Co. 100 Berliner Karikaturen aus 40 Jahren. Mit einem Grußwort von Walter Momper, einer üblen Nachrede von Martin Buchholz und historisch‐politischen Kommentaren von Gregor Schlegelmilch. Schaltzeit Verlag Berlin. ISBN 978‐3‐941362‐02‐4. Preis: 12,80 Euro. Erhältlich im Buchhandel, bei Amazon und direkt beim Schaltzeit Verlag.

Sowohl die Ausstellung als auch das Buch bieten vier Jahrzehnte bildsatirischer Durchleuchtung der Berliner Politik. Das garantiert ein beträchtliches visuelles Vergnügen mit tieferer politischer Bedeutung. Nun kann jeder selbst nachsehen und nachlesen, was seit dem derzeit wieder hoch aktuellen Todesschuss auf Benno Ohnesorg, am 2. Juni 1967, bis hin zum Wettbewerb für ein Einheitsdenkmal das Berliner öffentliche Leben bestimmt hat: Rainer Hachfeld hat die wesentlichen Ereignisse satirisch verzeichnet. Zu den „Berliner Karikaturen“ gehört auch eine Vielzahl von Blättern, die den deutschen Einigungsprozess kritisch begleiten.

Das Buch dokumentiert eine Ausstellung, die bei ihrer Premiere im Berliner Abgeordnetenhaus im März 2009 einen regelrechten Karikaturenstreit ausgelöst hatte: Einige Politiker wollten Obamas angeblich „zotenhafte“ Siegessäule ebenso wenig im Parlamentsgebäude sehen wie die Paarungsversuche von märkischem Adler und Berliner Bären, mit denen Hachfeld auf die gescheiterte Länderehe anspielte. Trotz heftiger Angriffe eröffnete Parlamentspräsident Walter Momper die – unzensierte – Ausstellung. Sein Grußwort ist in dem neuen Buch ebenso abgedruckt wie die Schmählaudatio auf Rainer Hachfeld durch den Kabarettisten und Sprach‐Akrobaten Martin Buchholz. Kommentare von Gregor Schlegelmilch erläutern dem interessierten Leser den historisch‐politischen Kontext der Karikaturen. Sämtliche Karikaturen der Ausstellung sowie zwei neu entstandene Zeichnungen sind hochwertig und großformatig reproduziert.

Rainer Hachfeld ist seit gut vier Jahrzehnten Karikaturist. Hierzulande hat er bislang in folgenden (zum Teil nicht mehr existierenden) Zeitungen veröffentlicht: Berliner EXTRA‐Blatt und ‐Dienst, 883, Die Neue, Der Abend, die tageszeitung, Berliner Allgemeine, Volksblatt, Neue Berliner Illustrierte, in diversen Studenten‐ und Gewerkschaftszeitungen, in Zitty, Tip, und Neues Deutschland. Da er als Zeichner die gesamte Weltpolitik begleitet, war und ist er aber auch in der internationalen Presse präsent, vor allem in Lateinamerika. In Europa drucken insbesondere Morgenbladet (Oslo) sowie in Le Monde und Courrier international (Paris) seine Zeichnungen. Er ist Träger zahlreicher nationaler und internationaler Preise.

Internationales Lob gibt es auf eiris.de zu lesen.

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